Freut euch

polski polski deutsch polski polski

Dienstag, 13. Januar 2015

Freitag, 16. Januar

Impuls zum Tagesevangelium, Mk 2, 1-12

 

Als er einige Tage später nach Kafarnaum zurückkam, wurde bekannt, dass er wieder zu Hause war.
Und es versammelten sich so viele Menschen, dass nicht einmal mehr vor der Tür Platz war; und er verkündete ihnen das Wort. Da brachte man einen Gelähmten zu ihm; er wurde von vier Männern getragen. Weil sie ihn aber wegen der vielen Leute nicht bis zu Jesus bringen konnten, deckten sie dort, wo Jesus war, das Dach ab, schlugen die Decke durch und ließen den Gelähmten auf seiner Tragbahre durch die Öffnung hinab. Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben! Einige Schriftgelehrte aber, die dort saßen, dachten im Stillen:Wie kann dieser Mensch so reden? Er lästert Gott. Wer kann Sünden vergeben außer dem einen Gott?Jesus erkannte sofort, was sie dachten, und sagte zu ihnen: Was für Gedanken habt ihr im Herzen?Ist es leichter, zu dem Gelähmten zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben!, oder zu sagen: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh umher? Ihr sollt aber erkennen, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben. Und er sagte zu dem Gelähmten: Ich sage dir: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh nach Hause! Der Mann stand sofort auf, nahm seine Tragbahre und ging vor aller Augen weg. Da gerieten alle außer sich; sie priesen Gott und sagten: So etwas haben wir noch nie gesehen.


Wie wichtig die Freundschaft ist, braucht man nicht zu erzählen. Der Verfasser des alttestamentlichen Buches Jesus Sirach sagt deutlich: „Ein treuer Freund ist wie ein festes Zelt; wer einen solchen findet, hat einen Schatz gefunden.“ (6,14) Mit diesem Thema beschäftigt sich auch das heutige Evangelium. Schauen wir uns es unter diesem Aspekt näher an.

Wir wissen nichts über die Ursachen  des Gelähmt-Seins  des Mannes. Das aber was sicher ist- er hatte Leute um sich, die in nicht in Stich gelassen haben. Daraus können wir erkennen, dass Freundschaft da zu sein bedeutet. Nicht nur in der Zeit des Glücks, wenn alles gut läuft, sondern auch dann, wenn  Probleme, Sorgen und Leiden unsere Existenz kennzeichnen.

Die Freundschaft kann man an unseren Sehnsüchten erkennen. Der wahre Freund, so sagt uns das Tagesevangelium, möchte das Gute für seinen Nächsten. Um das zu erreichen, ist er bereit u.a. auf seine Freizeit und seine Ruhe zu verzichten. Diese Haltung finden wir bei den Männern, die den Kranken zu Jesus brachten. Der Freund gibt nicht auf, wenn Schwierigkeiten auftreten. Die große Menschenmenge  machte die Hilfe des Gelähmten zwar schwieriger, aber nicht unmöglich. Um das Ziel zu erreichen, wurde die Tragbahre mit dem Mann  durch die Dachöffnung  heruntergelassen. Wir wissen nicht, aber sehr wahrscheinlich, ohne seine Freunde, die den Kranken zu Jesus brachten, wäre er gelähmt bi zum Ende seines Lebens geblieben. Es ist ein großes Geheimnis aber Gott kommt zu einem Menschen oft mit Hilfe eines Anderen.

Wir sind eingeladen, die Menschen, denen wir in unserer Umgebung begegnen zu Christus zu führen, den Schatz unseres Glaubens mit ihnen zu teilen. Das heutige Evangelium erinnert an den Brief des Jakobus und seine Mahnung: „So ist auch der Glaube für sich allein tot, wenn er nicht Werke vorzuweisen hat (1, 17). Vergessen wir auch nicht die Worte Jesu: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“(Mt 25,40)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen