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Montag, 10. Juni 2019

Gedanken zum PFINGSTMONTAG




Im Heiligen Geist ein Zeugnis des Glaubens ablegen
Am heutigen Tag, Pfingstmontag, beginnt im liturgischen Kalender wieder die Zeit im Jahreskreis. Man kann sagen, dass wir damit in den Alltag unseres Christseins zurückkehren. Die biblischen Lesungen versichern uns, dass wir nicht allein auf diesem Weg sind – uns ist nun ein mächtiger Beistand geschenkt: Der Heilige Geist, der uns befähigt aus dem Glauben an Jesus Christus zu leben und im Licht seines Evangeliums die wichtigen Entscheidungen zu treffen. Im Heiligen Geist, „im Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht“ (vgl. Joh 15, 26) erkennen wir unsere Geschöpflichkeit und damit die Ausrichtung auf Gott, den Schöpfer. In ihm sind wir gewiss, dass wir Kinder Gottes sind, die  zum ewigen Leben in der Herrlichkeit Gottes berufen sind. (vgl. Röm 8, 17) 
Der Geist Gottes ist ein großer Helfer im Gebet: In ihm dürfen wir zu unserem Gott „Abba-Vater“ sagen (vgl. Röm 8, 15); man nennt ihn „Dolmetscher unseres Gebetes“: „So nimmt sich auch der Geist unserer Schwachheit an. Denn wir wissen nicht, was wir in rechter Weise beten sollen; der Geist selbst tritt jedoch für uns ein mit unaussprechlichen Seufzern. Der die Herzen erforscht, weiß, was die Absicht des Geistes ist. Denn er tritt so, wie Gott es will […]“ (Röm 8, 26-27)
Der Heilige Geist befähigt uns auch, mutig und angstfrei ein Zeugnis unserer christlichen Hoffnung vor der Welt abzulegen. Er verwandelt die Herzen derer, die sich für sein Wirken öffnen und um seine Kraft bitten.  Wie er damals die im Abendmahlssaal versammelten Apostel angetrieben hat, in die ganze Welt zu gehen, um die Frohe Botschaft von Jesu Leben, Tod und Auferstehung zu verkünden, so ermutigt er uns heute standhaft im Glauben zu bleiben und ihn zu bezeugen. 
Das Tagesevangelium offenbart uns, wenn auch auf indirekte Weise, das Wirken des Geistes Gottes. Der Geist wird verstandenals die einigende Liebe zwischen Vater und Sohn - der Vater ist der Liebende, der Sohn der Geliebte und der Geist die personifizierte Liebe zueinander. Er ist die treibende Kraft, die Gott dazu bewegt, Jesus Christus in die Welt zu senden. „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“ (Joh 3, 16) Damit verbunden ist der Auftrag an uns alle, die wir den Geist des Herrn empfangen haben. Wir sind berufen, ein unermüdliches Zeugnis abzulegen von dieser barmherzigen, grenzenlosen, rettenden und heilbringenden Liebe Gottes zu jedem Menschen, vor allenmit denen wir zusammenleben und zusammenarbeiten und vor allen, denen wir auf unseren Lebenswegen begegnen. Es soll ein Zeugnis nicht nur durch Worte, sondern durch unser ganzes Leben sein. Dieses Zeugnis will der Geist der Wahrheit durch uns in die Welt tragen. 
Veni, Sancte Spiritus!

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