Freut euch

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Samstag, 12. Dezember 2015

Kinderpredigt (3. Adventssonntag, 13. Dezember)

Tizan, 16. Jh. Quelle: www.zeno.org

"Mit Johannes dem Täufer bereiten wir uns auf Weihnachten"

(Vorbemerkung: Die Kinder sollen zum Gottesdienst ihre Taufkerze mitnehmen).

Wir sind mitten im Advent. Ihr wisst, dass diese Zeit, in der Kirche auch die
geprägte Jahreszeit genannt, einem wichtigen Ziel dient. Der Advent soll uns
nämlich auf Weihnachten vorbereiten, auf das große Fest der Geburt Jesu. Und auf diesem Weg der Vorbereitung sind wir nicht allen. Uns begleiten einige Personen aus der Bibel u.a. die Propheten aus dem Alten Testament. Heute, am 3. Adventssonntag, stellt uns die Kirche Johannes den Täufer vor Augen. Seine Eltern sind Elisabeth und Zacharias und er ist ein halbes Jahr älter als Jesus. Er ist eine eindrucksvolle Persönlichkeit- er lebt in der Wüste, hat ein Gewand aus
Kamelhaar und einen ledernden Gürtel an und ernährt sich mit Heuschrecken und wildem Honig. Oft hält sich Johannes am Fluss Jordan auf, um dort die Menschen auf die Ankunft Jesu zu bereiten. Er tut das auf zwiefache Weise.


Wer von euch weiß, wie? (Darüber war vor eine Woche, am 2. Advent, die Rede).

Er ruft die Menschen zur Umkehrt und tauft sie. Er sagt seinen Zuhörern: Ihr
müsst beginnen anders zu leben, nicht nur an euch selbst denken, sondern euch
auch um die Armen, Kranken und Alten kümmern. Das bedeutet seine Worte: "Wer zwei Gewänder hat, der gebe eines davon dem, der keines hat, und wer zu essen hat, der handle ebenso." (Lk 3, 11) Ihr müsst auch euer Leben mit Gott erneuern, und für das, was ihr falsch gemacht hat, ihn um Vergebung bitten. Dann spürt ihr von Neuem, dass Gott euch liebt und mit euch ist. Dann ist euer Herz fähig, ihn zu erkennen. So spricht Johannes zu den am Jorden versammelten Juden. Und diejenigen, die bereit sind umzukehren und auf Neue mit Gott beginnen, tauft er. Der Täufling- ein Erwachesener, stellt sich in den Fluss. Johannes legt ihm seine Hand auf den Kopf auf und drückt ihn unter das Wasser. Nachher nimmt er die Hand weg und der Getaufte kann wieder aufatmen. Das war ein deutliches Zeichen, dass die Sünden abgewaschen sind, und dass das neue Leben mit Gott anfängt.

Im heutigen Evangelium haben wir gehört, dass die Juden zu Johannes kamen mit der Frage: "Meister, was sollen wir tun?" (Lk 3, 12) Nicht nur die vor fast 2000 Jahren am Jordan Versammelten, sondern auch wir sind eingeladen, unser Leben mit Gott zu erneuern. Wir sollen überlegen, was zu ändern ist, und ob wir vielleicht nicht auf dem falschen Weg sind. Wir sollen all das aus unserem Leben räumen, was Jesus auf dem Weg in unser Herz entgegensteht. Und wir fragen auch: "Was sollen wir also tun?"

Habt jemand von euch eine Idee, was stört Jesus auf dem Weg zu uns?

-keine Zeit für das Gebet und für den Sonntagsgottesdienst, weil andere Dinge
mir viel wichtiger erscheinen

-keine Rücksicht auf meine Eltern, Freunde und Kollegen

-keine Bereitschaft, den anderen z. B. in der Schule zu helfen…

Wenn wir erkennen, was in unserem Leben nicht in Ordnung ist und versuchen, das zu ändern, dann geschieht Umkehr.

Johannes hat zur Umkehr gerufen und getauft. Auch wir sind getauft worden und mit unserer Taufe begann ein neues Leben mit Gott. Da wir, anders als bei
Johannes, als Kinder getauft wurden, können wir uns an unsere Taufe gar nicht
oder nur kaum erinnern. Damals haben unsere Eltern und Paten dem Bösen
widersprochen und den Glauben an Jesus Christus bekannt. Ich habe euch gebeten, eure Taufkerzen in die Kirche mitzunehmen. Sie erinnern uns an unsere Taufe aber auch, dass Jesus wie ein Licht für uns ist und unser Leben erleuchtet. Sie sind auch ein Zeichen dafür, dass wir ein Licht für andere sind, wenn wir unseren Glauben an Jesus mit anderen teilen. Eure Taufkerzen werdet ihr gleich an der Osterkerze entzündet und dann werden wir gemeinsam das Glaubensbekenntnis sprechen. Dadurch wollen wir uns auf die Geburt Jesu bereit machen.

(Bemerkung: Kinder werden eingeladen, sich mit den Taufkerzen in einem Kreis um den Altar zu stellen. Ihre Kerzen werden an der Osterkerze entzündet. Dann wird mit der ganzen Gemeinde das Glaubensbekenntnis gesprochen/ gesungen).

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