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Mittwoch, 29. März 2017

Geistlicher Anstoß für Jugendliche von Pfr. Markus Grabowski


Eine junge Frau klagte einmal:
    Mein Mann bemüht sich nicht mehr um mich.
    Zu Beginn unserer Ehe hat er sich für mich Zeit genommen.
    Er hat Zeichen gesetzt, den besten Wein in unsere besten Gläser eingeschenkt.
    Er hat für uns beide gekocht und wir haben einen wunderschönen Abend mit einem köstlichen Mahl verbracht.
    Ich habe wirklich gespürt, dass ich die beste und einzige für meinen Mann bin - die Liebe seines Lebens.

    Heute kommt er nach Hause, schmeißt sein Hemd in die Ecke und legt die Füße auf den Sofatisch.
    Er würdgt mich kaum eines Blickes. Und das höchste aller Gefühle ist, wenn wir uns eine Pizza bestellen und sie stumm runterschlingen.
    Ich habe das Gefühl: unsere Liebe ist erkaltet, hohl und alltäglich geworden: nichts Besonderes mehr.

In der Eucharistie feiern wir ein außergewöhnliches Liebesmahl, so etwas wie eine Hochzeit.
Wir denken daran, dass der Bräutigam sich hat für seine Liebe zu uns sein Leben kosten lassen.
In Wein und Brot, ja vielmehr, in Leib und Blut verschenkt uns der Bräutigam das kostbarste Gut, das er geben kann: seine Liebe, sich selbst.

   "Nehmt und esst alle davon, das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.
     Nehmt und trinkt alle daraus, das ist der Kelch des neuen und ewigen Bundes, mein Blut, das für euch und für alle vergossen wird zur Vergebung der Sünden."

Wir, die Kirche müssen uns immer bemühen, dem, der uns das Kostbarste schenkt, ebenfalls das Kostbarste, der Edelste und Teuerste zu schenken.
Zu den größten Schätzen in St. Pankratius gehört ein geweihter Kelch mit Patene aus dem 14. Jahrhundert.
Diese edlen vergoldeten Gefäße sind so kostbar und doch nicht Ausdruck genug, um zu zeigen, wie wertvoll uns die Liebe ist, die der Herr uns am Kreuz erwiesen hat.

Und doch dürfen wir uns in der heiligen Messe gewürdigt wissen, wenn der Priester den Kelch dem Herrn entgegenhält,
und um die Annahme unsere Liebe mit der Segensbitte spricht:

    "Gespriesen bist Du, Herr, unser Gott,
    Schöpfer der Welt.
    Du schenkst uns den Wein,
    die Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit.
    Wir bringen diesen Kelch vor dein Angesicht,
    damit er uns der Kelch des Heiles werde."
   

Dieser Bräutigam bemüht sich unermesslich um Dich.
Wie eifrig sieht nun mein Bemühen, das Bemühen der Braut, der Kirche, um ihn und seine Liebe aus?

Euer
Markus Gabrowski

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