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Mittwoch, 22. März 2017

Geistlicher Anstoß für Jugendliche von Pfr. Markus Grabowski

Es gibt Dinge, die keine richtige Verwendung mehr finden.
Aber es ist auch zu schade, sie wegzuwerfen.
Da kommt einem der Dachboden sehr gut entgegen.
Ich habe zum Beispiel mein Schaukelpferd dort über Jahre abgestellt.
Es war schon so kaputt, dass ich damit kaum mehr spielen konnte.
Aber das Spielzeug ist mehr so ans Herz gewachsen.
Ich konnte es einfach nicht wegwerfen.

Mein Vorgängerpfarrer hat das obere Kreuz auf dem Dachboden gefunden.
Über Jahre, vielleicht Jahrzehnte lag es verstaubt irgendwo in der Ecke.
Der Pfarrer und die Gemeinde haben das Kreuz nun wieder in der Kirche aufgehängt.
Woher es kommt, wer es gemacht hat und wie alt es ist? Keine Ahnung.
Nun hängt es wieder in der Kirche: für alle gut sichtbar beim Rausgehen aus der Kirche.

Wir müssen das Kreuz im Leben ganz gewiss nicht eigens suchen. Es kommt auch so.
Und manchmal, wenn ich zu viel von Leid, Krankheit, Schuld und Tod mitbekomme,
würde ich es am besten in eine dunkle Hinterkammer verdrängen.

Ich finde es allerdings gut, dass die Gemeinde in St. Pankratius, Fuhrbach das Kreuz vom Dachboden wieder in die Kirche gestellt hat.
Das Kreuz gehört nicht zu den alten kaputten Dingen, die wir gar nicht mehr verwenden können.
Das Kreuz bleibt immer aktuell und neu in deinem Leben.
Das Kreuz ist der Ort, an dem sich mein Leben wandelt und ein Ganzes wird.
Es ist der "Gegenstand", der mein Leben umfasst,
vor dem ich immer wandle, bis ich von ihm, der daran hängt, endgültig verwandelt werde.

Der Gekreuzigte sagt:
"Wer mir dienen will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach." (Lk 9,23)

Guck doch mal auf dem Dachboden deines Herzens, ob du nicht vielleicht auch ein Kreuz findest...?

Euer Kreuzträger
Markus Grabowski

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